Chri Leitinger
07 Okt

Schönberg – Cosi Cosà

Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal Zeit, der Hochschwab Nordseite einen Besuch abzustatten. Auf Grund des nicht ganz optimalen Wetters haben wir uns für die Cosi Cosà am Schönberg entschieden. Da sich neben der Cosi Cosà nur die gleich links davon befindliche Route Glückspilz zum Klettern anbietet, ist in dieser wild romantischen Gegend Ruhe garantiert.

 

Wer für 4-Sterne Fels in diesen Winkel kommt wird wohl etwas enttäuscht sein. Für Kletterer die im 6. Grad sicher unterwegs sind und sich durch brüchige Passagen nicht abschrecken lassen, bietet sich aber ein durchaus lohnender Klettertag.

 

Die Absicherung ist gut bis sehr gut, allerdings muss an einigen Stellen mit Friends nachgebessert werden. Die 7- Stellen sind immer nur sehr kurz und dankbar zu klettern.

 

Die Abseilerei ist dank zahlreicher Zacken, loser Brocken und eines Einpendlers zum letzten Abseilstand noch einmal spannend! Das im Topo eingezeichnete „Gehgelände“ haben wir sowohl im Auf- als auch im Abstieg gerne gesichert…

 

Der direkte Vergleich zum Glückspilz fehlt mir, da die Begehung schon Jahre zurückliegt. Allerdings würde ich die Cosi Cosà insgesamt eine Spur anspruchsvoller einstufen.

 

Zustieg: von der kleinen Ortschaft Gschöder im Salzatal in südliche Richtung auf einer flachen Forststraße in den Antengraben. Bei der ersten Abzweigung nach ca. 20 Min. der rechten Straße aufwärts folgen. Nach einer Doppelkehre (bis hierher ca. 1 Std.) noch kurz bis zu einer kleinen Wiese links der Straße weiter. Dort rechts durch den bewaldeten Graben hoch. Zuletzt mühsam über Geröll zum Einstieg (Haken). Insgesamt 1,5 Std.

 

Material: 50m Halbseile, 8 Expressschlingen, davon 2-3 Verlängerbare, BD Cam 0,5 – 1

 

Schönberg – Cosi Cosa

 

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