Chri Leitinger
11 Jan

Plan B oder Winterklettern am Hochlantsch

 

Wenn Plan A – Eisklettern in der Breitenau – auf Grund der hohen Temperaturen und der mäßigen Eisqualität wenig Spaß bereitet, muss Plan B her. Wie schon so oft in der Winterzeit der letzten Jahre, ist es daher wieder einmal zur Nordseite des Hochlantsch gegangen.

 

Die nordseitige Ausrichtung, der alpine Touch und die vielen Graspolster haben den Hochlantsch in den letzten Jahren zu einem Kleinod der Winterkletterei werden lassen. Der relativ kurze Zustieg zur Wand (je nach Tour 1 – 1,5 Std.) ist durch die regelmäßigen Begehungen des Klettersteigs auch bei höherer Schneelage meist gut gespurt. Der Großteil der Touren ist mit einem Mix aus alten und neuen Bolts und Normalhaken abgesichert. Ein Satz Friends und Keile gehören im Winter aber zur Standardausrüstung.

 

Gestern haben wir uns den Westgrat (4+) angeschaut. Die Tour ist mit 5 SL recht kurz, hat mir aber auf meiner Liste der Winterklettereien noch gefehlt. Da der Fels in den ersten beiden Längen zum Teil recht plattig war, hat sich die Kletterei gar nicht so einfach gestaltet. Dafür sind die folgenden zwei Längen vom Feinsten. Zum Abschluss folgt noch ein botanischer Ausstiegsgrat.

 

Die Absicherung mit BH + NH ist quantitativ ok. Die teilweise auch an den Standplätzen vorhandenen alten 8er Spits sind aber nicht soooo vertrauenserweckend. Trotzdem eine der lohnendsten Winterklettereien am Hochlantsch.

 

 

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