Chri Leitinger

Hochschwab Infos

23 Nov

Stangenwand-Triple 16.-18.10.2018

 

Nachdem ich mir tags zuvor im Schrebergarten an der Hochschwab Südwand den A… abgefroren hab, war das Wetter für die kommenden Tage etwas freundlicher und vor allem wärmer angesagt. Durch die anhaltende Trockenheit kam mir wieder die oftmals feuchtelnde „Orientierung“ an der Stangenwand in den Sinn. Der „Weg der Jugend“ am Beistein könnte auch wieder mal trocken sein. Also rauf in das Rauchtal und schauen was geht. Mit dem noch immer nassen Lindner-Testpiece ist es nix geworden, stattdessen wurden es 36 alpine Seillängen ohne einen einzigen Zwischenbohrhaken an der Stangenwand. Wer braucht da noch die Dolomiten?

 

Tag 1
Stangenwand Ostgipfel – Orientierung, 6+ obl., 9 SL,

Neben der Neulandfieber, die zweite Tour der Gruber Brüder an der Stangenwand. Ganz im „Gruber-Stil“ ist die Orientierung eine herausfordernde Freikletterei, die mit nicht vorhandenen Zwischensicherungen glänzt. Auf den 9 SL gab es als fixes Material nur einen Standhaken. Mit Zustimmung der Erstbegeher haben wir nun die Standplätze mit Bohrhaken ausgestattet und einen Zwischenhaken geschlagen und belassen. Die übrigen Zwischensicherungen müssen nach wie vor selbst angebracht werden. Bis einschließlich der sechsten Länge geht das gut. Auf den letzten drei Längen muss auch von weniger guten Keilen oder Cams beherzt weggeklettert werden. Die letzte Länge, eine harte 6+, an teilweise brüchigen Fels, mit mäßigen Zwischensicherungen fordert noch einmal volle Konzentration. Über den „Gehsteig“ kann man diese Länge links umgehen. Der Fels ist bis auf die zwei leichten, grasigen Längen am Beginn und der Schlüssellänge großteils gut, die Linie logisch und die Kletterei gefällig.

 

Den Erstbegehern ist noch keine Wiederholung bekannt. Sie freuen sich jedenfalls, dass die Tour, sowie ihre anderen Erstbegehungen am Schwobn nicht ganz in Vergessenheit geraten sind.

 

Tag 2
Stangenwand Südwestwand, 5- obl., 14 SL,

Ein großer Klassiker an der Stangenwand, der nur mehr selten wiederholt wird. Liegt es daran, dass die klassischen Routen insgesamt weniger geklettert werden, an der eher dürftigen Absicherung oder an der mäßigen Felsqualität? Wie auch immer, es war wieder schön, diese abwechslungsreiche Tour zu klettern. Zugegeben, felsmäßig gibt es Besseres, aber es muss ja nicht immer 4-Sterne Fels sein. Den Großteil der Haken haben wir nachgeschlagen, zwei Standhaken ersetzt und eine SU- und eine Klemmblockschlinge ersetzt. Bei der Absicherung ist viel Eigeninitiative und Kreativität gefragt um die Kletterei einigermaßen sicher zu gestalten.

 

Tag 3
Stangenwand Südwestwand, SW-Direttissima, 6 obl, 13 SL,

Kaum bekannt – noch seltener geklettert. Oder, das Beste kommt zum Schluss!
1992 durch Gernot Staudinger, Franz Horich und Robert Goliasch erstbegangen, ist die Tour eine Kombination aus fünf neuen Seillängen im unteren Teil und mehreren bereits bekannten Routen im oberen Teil der SW-Wand.
Das Originaltopo hatte ich schon mehrere Jahre zu Hause rumliegen. Den Plan die Tour zu klettern gab´s eben solange. Bei der Begehung der SW-Wand war dann klar, dass ich die schöne Linie gleich am nächsten Tag klettern muss. Wir waren wirklich positiv überrascht von dieser schönen und abwechslungsreichen Tour. Sowohl felsmäßig als auch von der Linie hat mir die Direttissima besser gefallen als der Stanglpfeiler, die SW oder manch neuere Tour an der Stangenwand. Die Absicherung mit NH ist ok und lässt sich fast überall gut ergänzen. Obwohl es in der Tour nette Platten und schöne Risse hat, dominieren vor allem im oberen Teil sehr schöne Kamine die Kletterei. Oder wie der Erstbegeher im Topo vermerkt hat: „Für die Liebhaber von Kaminklettereien ein ausgesprochener Leckerbissen.“

Für uns ist klar, die Direttissima hat das Zeug zum echten Klassiker!

 

20 Sep

Zermerleiten – Wasserfrass

 

Die neue Tour auf der Westseite der Zermerleiten im einsamen Weittal wurde vom Rax-Hausmeister Thomas Behm mit Peter Groß erstbegangen. Gestandene Alpinisten werden sich in den acht, meist angelehnten Seillängen wohl langweilen. Für Genusskletterer und Sportkletterer die den Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln üben wollen stellt die Tour aber eine interessante „Felswanderung“ dar.

 

Der Fels wird dem Routennahmen gerecht und bietet trotz kurzer Geh- bzw. Schrofenpassagen über weite Strecken wirklich guten, wasserzerfressenen Kalk. Von soliden Standplätzen an Bolts oder Sanduhren aus kann man sich stressfrei (weil immer gut stehend) um die zusätzliche Absicherung mit Friends, Keilen und Sanduhren kümmern, was stets gut möglich ist. An den schwierigsten Stellen und in den Platten stecken zusätzlich einige Bohr- und Normalhaken.

 

Material: 6 Expressschlingen, BD Cams 0,5 – 2, einige Klemmkeile, Bandschlingen für Sanduhren

 

Zustieg: Vom Parkplatz Kanlergraben (von Gußwerk kommend kurz vor Gschöder) der Forststraße bis zum Ende folgen. Von dort kurz entlang des Baches (Steinmänner), dann in einer großen rechts-links Schleife im lichten Wald aufwärts und auf schwachen Steigspuren den Steinmännern und Punktmarkierungen in das Weittal. Der Einstieg befindet sich etwas links unterhalb einer riesigen schwarzen Nische. 1,5 Std.

 

Abstieg: Vom Ausstieg in Kürze auf den Gratkopf und von dort über ein Schuttkar zurück zum Einstieg. Im Schuttkar am bequemsten orographisch ganz links absteigen. Vom Einstieg über den Aufstiegsweg retour zum Parkplatz. 1,5 Std.

 

Topo vom Erstbegeher: Zermerleiten – Wasserfrass

 

 

06 Sep

Karlmauer – Stufendiagonale

 

1973 wurde die Stufendiagonale im steilen Wandbereich links vom Weg Domenigg technisch erstbegangen und später frei geklettert. Vor einigen Jahren wurde diese Linie mit Bohrhaken saniert und bietet jetzt vor allem im Mittelteil steile, anregende Freikletterei in meist gutem Fels mit alpinem Touch. Die ersten beiden Längen sind teilweise schrofig-brüchig aber recht gutmütig zu klettern.

 

Die Absicherung ist insgesamt gut, BD Cams 0,75 und 1 und Sanduhrschlingen leisten aber gute Dienste. Mit der im Topo angegebenen obligaten Schwierigkeit wird man sich wohl schwer tun. Den unteren sechsten Grad sollte man schon klettern können.

 

Material: 50m Seil, 10 Expressschlingen, BD Cams 0,75 und 1, SU-Schlinge

 

Zustieg: Von der Voisthaler Hütte über einen Steig in 20 Min. zum Wandfuß zur linken der beiden Gedenktafeln, genau in Falllinie des markanten dunklen Kamins. Vom Wandfuß ca. 30 Meter über einfache Schrofen aufwärts in eine Einbuchtung zum Standplatz. Bohrhaken und Bügel auf der rechten Seite knapp unterhalb einer Verschneidung.

 

Abstieg: Richtung NO über die Wiese zu Steinmann absteigen und kurz in eine Rinne abklettern (1+), dem Steig folgend bis man zum Weg der zur Hühnersteigen führt trifft. In kürze über Schotter retour zum Einstieg, 15 Min.

Alternativ kann mit 60m! Halbseilen über das genial ausgesetzte Aflenzer Dachl abgeseilt werden. Der erste Abseilstand befindet sich etwas westl. vom Ausstieg knapp unterhalb der Hochfläche. HSA + Ring. Topo Karlmauer – Aflenzer Dachl

 

Es zahlt sich aus die Stufendiagonale mit einer weiteren Tour an der Karlmauer (zB.Rudi Postl Gedächtnisfürhre, Urlaubstag) oder an den Edelspitzen (zB Bergzigeuner, Plattenverschneidung) zu kombinieren.

 

Topo Karlmauer – Stufendiagonale

 

01 Sep

Ringkamp – Markus Faiman Gedächtnisweg

 

Der Faiman Gedächtnisweg in der beeindruckenden Kulisse des oberen Ringes zählt für mich zu den lohnendsten Touren des gesamten Hochschwabs. Mit Ausnahme der ersten Seillänge fast durchgehend sehr guter, fester und teilweise wasserzerfressener Fels. Die Plattenlängen im Mittelteil sind ein Traum und die steilen Verschneidungslängen im oberen Teil suchen ihresgleichen! Das Ambiente ist sowieso einmalig.

 

Die Kletterei gestaltet sich recht abwechslungsreich. Insgesamt ist die Tour mit Bohrhaken und einigen Normalhaken recht gesichert. Zusätzlich braucht man Friends bis BD Cam 2. Trotzdem bleiben im 5. und 6. Grad ein paar weitere Abstände, die geklettert werden müssen.

 

Material: 60m Halbseile, 10 Exen, BD Cams 0,4 – 2, keine Keile notwendig

 

Zustieg: Von Weichselboden auf der flachen Forststraße in die Höll und weiter den roten Markierungen und Steinmännern bis in den oberen Ring folgen. Teilweise sind die Steigspuren nur sehr schwach ausgeprägt. Zum Schluss rechtshaltend über grasige Buckel zum Vorbau queren; Rucksackplatz (ca. 3 Std.).

 

Abstieg: am besten mit 60m Halbseilen 7x über die Tour abseilen. Fußabstieg möglich aber langwierig. Vom Rucksackplatz nach Weichselboden ca. 2 Std.

 

Topo mit Infos vom Erstbegeher:

Ringkamp – Faiman Ged. Weg1

Ringkamp – Faiman Ged. Weg2

Ringkamp – Faiman Ged. Weg3

 

 

 

03 Aug

Hochschwab – Plattenspieler

 

Der Plattenspieler ist eine recht neue Tour durch den zentralen Teil der Hochschwab Südwand, die immer knapp links des Knablwegs verläuft. Die Felsqualität ist unten hui oben – naja…

 

Die steilen Plattenlängen zu Beginn gehören sicher zum Besten was der Schwobn zu bieten hat, die Länge über den Wulst ist auch noch gut und löst sich überraschend einfach auf. Danach steht man leider schlagartig im grasig-brüchigen Gelände und das ändert sich mit Ausnahme einiger gesuchter Plattenstellen bis zum Gipfel nicht mehr wirklich.

 

Die Absicherung ist gut bis sehr gut. Zusätzliche Sicherungsmittel sind nicht notwendig. Der Plattenspieler startet beim Einstiegshaken vom Knablweg und geht erst linkshaltend im leichten Gelände hoch. Danach gibt es keine Orientierungsprobleme mehr. Obwohl anscheinend zum Abseilen eingerichtet (Kettenstände mit Ring), sollte man auf Grund der erheblichen Steinschlaggefahr einen anderen Abstieg wählen!

 

Material: 50m Seil, 10 Expressschlingen, evtl. Schlingen zum Verlängern

 

Topo zur Verfügung gestellt von Thomas Behm:

Hochschwab – Plattenspieler

 

 

06 Jul

Turm – Rapunzel´s Rache

 

Der Turm ist eine imposante, freistehende Felsformation am hintersten Ende des Brunntales. Der Normalweg von der südlichen Turmscharte erfordert immerhin eine Kletterei im Bereich 3+ im Aufstieg und einen nicht ganz banalen Rückweg. Die übrigen Anstiege von Schinko, Zacharias und Co. sind entweder leicht und herb brüchig oder deutlich schwerer, aber schon etwas in die Jahre gekommen. Daher halten sich die Einträge im Gipfelbuch, das 1962 hinterlegt wurde, sehr in Grenzen.

 

Nach langem Dornröschenschlaf hat sich nun am Turm wieder etwas getan. 2014 wurde Rapunzel´s Rache an der Westwand erstbegangen. Hannes und ich haben uns die Neutour angeschaut und gleich die erste Wiederholung abgestaubt 😉

 

Die 7 SL-Tour zieht recht schräg bis unter den Gipfelaufbau und endet (vorerst?) dort. Die Kletterei wechselt zwischen rauh, fest und henkelig bis hin zu bröselig, brüchig alpin. Im Gesamten eher etwas für alpin versierte Kletterer. Für all jene, die sich auch abseits von akribisch geputzten Plaisierloipen wohlfühlen und einen Tag in der Einsamkeit der Hochschwab Nordseite verbringen wollen aber auf alle Fälle einen Besuch wert! Achtung auf die Seilreibung (Halbseiltechnik angenehm) und den großen Block am Beginn der Schlüsselstelle.

 

Die Absicherung mit Bolts und Sanduhrschlingen ist an den schweren Stellen gut, im leichteren Gelände auch weitere Abstände oder mobile Sicherungsmittel. Die Standplätze sind zum Abseilen eingerichtet. Uns erschien die Abseilerei über die schräg verlaufende Tour zu umständlich. Daher sind wir weitere drei SL im leichten Gelände (2-3), Stand an Lärchen und Latschen, zum Gipfel geklettert.

 

Zustieg: Vom Parkplatz beim Brunnsee der flachen Forststraße erst an der rechten, nach der Querung des Bachbetts auf der linken Talseite folgen. Zuletzt steiler werden in Sepentinen bis an das Ende des Ziehweges. Weiter über einen Steig, der nach einem kleinen Sattel auf ein Schotterfeld hinabführt. Dieses queren und dem hier nur mehr schwach ausgeprägten Steig weiter aufwärts bis zu einer Jagdhütte folgen. Kurz nach der Hütte, noch vor der Quelle, weglos aufwärts links am Vorbau vorbei zum Einstieg (Schlinge). Flotte 2 Std. oder gemütliche 3 Std.

Zufahrt mit dem MTB wäre verlockend ist aber a) streng verboten und b) muss man am Taleingang unmittelbar am Jagdhaus vorbei… 🙁

 

Abstieg: Der Abstieg über den Normalweg erfordert absteigen/abklettern im brüchigen Schrofengelände bis zum 2. Schwierigkeitsgrad. Vom Gipfelkreuz Richtung Süden ca. 70m orographisch leicht linkshaltend in eine Rinne mit kurzen kaminartigen Stellen absteigen/abklettern bis man rechts ein Köpfel mit Schlinge sieht. Unmittelbar daneben befindet sich ein gebohrter Abseilstand. Von hier 50m abseilen und entweder Richtung SO-Kante traversieren und zur südlichen Turmscharte abklettern (2) oder von einer massiven Latsche (Reepschnur) noch einmal ins Kar abseilen.

 

Material: 8 Expressschlingen, BD Cam 0,4-1, 55m Halbseile

 

Danke an die Erstbegeher für das Topo!

Topo: Turm – Rapunzels Rache

 

03 Jul

Karlmauer – Aflenzer Dachl

 

Das 1966 erstbegangene Aflenzer Dachl wurde die letzten Jahre (oder Jahrzehnte?) vor der Sanierung auf Grund der zweifelhaften Haken nicht mehr wiederholt. Nach der umfassenden Sanierung durch Roland Lenes und Gefährten lässt sich die Tour nun absolut stressfrei klettern und eignet sich auch für die ersten Versuche mit Leiter und Fifi.

 

Bei einer Begehung wird der eine oder andere vielleicht zwischen völlig bescheuert und total genial schwanken. Obwohl das Hangeln von Bolt zu Bolt eher eine akrobatische Übung als eine alpinistische Leistung ist, saugt die Tiefe spätestens ab der dritten Länge so richtig. Die Längen nach dem Dach bieten bis auf eine A0-Stelle (od. 7+/8-) relativ leichte aber schöne Freikletterei in gutem Fels.

 

Zustieg: Von der Voisthaler kurz einem Steig durch die Latschen folgen und dann weiter über Schotter bis unter die Karlmauer Nordwand. Der Einstieg befindet sich rechts vom Rudi Postl Ged. Weg. 30 Min.

 

Abstieg: Mit 60 Meter Halbseilen 3x über die Tour abseilen. Der letzte Abseiler von der Dachkante ist komplett freihängend (genial!). Zu Fuß vom letzten Stand über Schrofen zum Gipfel. Von dort über schwache Steigspuren (Stellen 1+)über den NO-Grat in Richtung Edelspitzen absteigen. Von der Einsattelung bei der Westlichsten Edelspitze über Geröll retour zum Einstieg bzw. zur Hütte.

 

Material: Halbseile, je zwei Leitern, Fifi und ausreichend Expressschlingen oder sparen und ein paar Bolts auslassen 😉 Friends und Keile nicht notwendig.

 

Danke an Harry Krishna für das Topo!

Topo Karlmauer – Aflenzer Dachl

 

Die Fotos entstanden anlässlich einer Begehung im Winter 2011.

 

25 Jun

Hochschwab – Himmelblau

 

Die Route Himmelblau im linken Wandteil der Hochschwab Südwand ist zwar nicht mehr ganz neu, wurde aber bislang nur selten wiederholt. 2005 von Sepp und Happi erstbegangen folgt sie großteils der Abseilpiste. Den Ein- und Ausstieg teilt sich die Tour mit der „Reif für die Insel“.

 

Himmelblau bietet auf fünf langen Seillängen großteils sehr schönen, festen und gut strukturierten Hochschwabkalk. Wer will kann durch die zahlreichen Abseilstände die Längen auch gut verkürzen. Zwischen den einzementierten Abseilhaken finden sich einige Bolts, übersichert ist die Tour damit aber nicht. Ein kleiner Satz Cams kann durchaus gute Dienste leisten. Der obere 4. Grad sollte trotzdem sicher beherrscht werden.

 

Durch die Nähe zur Abseilpiste ideal als Aufwärmtour um danach noch eine weitere Südwandroute anzuhängen.

Fazit: Empfehlenswerte Genussroute im gemäßigten Schwierigkeitsgrad!

 

Topo Hochschwab – Himmelblau

 

23 Jun

Verhältnisse in der Hochschwab Südwand

 

Die Zustiege zur Hochschwab Südwand sind großteils schon schneefrei. Domenigg, Baumgartner, Reif für die Insel, Abrüster & Co sind schon ohne Schneekontakt erreichbar.

Beim Kleinen Schwobn und im Bereich Knablweg bzw. Rambos Dornröschen müssen noch Schneefelder gequert werden. Am Dienstag hat die Wand hat trotz der starken Regenfälle der vergangenen Tage sehr rasch aufgetrocknet.

 

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21 Jun

Panoramatafel am Hochschwab

 

Vor zwei Wochen wurde eine Panoramatafel aus Edelstahl am Hochschwabgipfel instaliert. Die Scheibe mit einem Druchmesser von 1,2m zeigt 40 Gipfel rund um den Hochschwabs. Heute fand die feierliche Einweihung durch Pfarrer Giovanni Prietl statt. Die Panoramatafel wird künftig allen Interessierten zur Orientierung auf dem höchsten Gipfel des steirischen Gamsgebirgs dienen.

 

Herzlichen Dank an:

– Initiator Werner Graff

– Sven Leitinger von Salzburg Research für die graphische Umsetzung

– Böhler Edelstahl, Technik Center und Böhler Ausbildungszentrum für die Anfertigung

– ÖAV Sektion Voisthaler für die Organisation des Heli-Transports

– Günther Vieweg, Christian Toth, Hans und Maria Leitinger für die Montage

– Giovanni Prietl für die feierliche Segnung

 

08 Mai

Kletterpark Wegscheid

 

Dieses Wochenende war Zeit, den neueröffneten Kletterpark Spielmäuer in Wegscheid einen Besuch abzustatten um sich selbst ein Bild über das Projekt der Naturfreunde Mariazell zu machen. Schon beim Zustieg sieht man, dass hier ganze Arbeit geleistet wurde. Ein geschotterter Weg führt zur neuen Brücke über den Gollradbach. Danach geht es über einen schönen Wanderweg die Hänge zu den Einstiegen hoch.

 

Links vom Einstiegsbankerl geht es zum Mariazeller Steig (B/C) bzw. zur Himmelsleiter (D), der schweren Variante die im oberen Bereich abzweigt. Weiter rechts den Wandfuß entlang erreicht man den Einstieg des Kirchbogensteigs (C).

 

Der Mariazeller Steig ist recht einfach, großteils geht es im Bereich A/B dahin, zwischendurch gibt es ein paar Passagen die schwieriger sind. Auffallend sind die unzähligen Trittbügel die hier verbohrt wurden. Im oberen Bereich haben wir uns für den Ausstieg über die Himmelsleiter entschieden. Die Strickleiter wackelt ordentlich und ist schön ausgesetzt, nur das Umhängen ist hier etwas mühsam. Obwohl dieser Teil nicht wirklich anstrengend ist, wird wohl der Eine oder Andere hier die Komfortzone auf Grund des Tiefblicks verlassen. Nach der Leiter folgt noch ein steiler Abschnitt bevor man im Zick-Zack den Ausstieg erreicht.

 

Der Kirchbogensteig ist anspruchsvoller als der Mariazeller Steig, bietet aber immer noch moderate Schwierigkeiten. Highlight ist die eindrucksvolle Felsformation beim Krichbogen, durch die der Klettersteig führt. Uns hat dieser Steig auf alle Fälle besser gefallen als die Kombination Mariazeller Steig/Himmelsleiter – landschaftlich top! Wehrmutstropfen bei beiden Steigen: übermäßig viele künstliche Tritte, noch einiges an losem Gestein vorhanden und immer wieder zu kurze Anker (Quetschgefahr).

 

Der Abstiegsweg ist gut markiert und bietet einen schönen Ausblick auf Kastenriegel, Hochweichsel & Co. Der kurze Umweg zur sagenumwobenen Teufelsbrücke zahlt sich aus!

 

Im Einstiegsbereich wurden noch 17 Sportkletterrouten und zwei Mehrseillängentouren eingebohrt. Die Absicherung ist sehr eng mit Niro-HSA und Klebehaken. Die schwierigeren Touren erinnern an die Baseclimbs in der östl. Hundswand. Einen Bericht wird es hoffentlich bald in meinem Blog geben.

 

Detailinfos von den Klettersteigen inkl. Topo:

http://www.bergsteigen.com/klettersteig/steiermark/hochschwab-gruppe/tristans-kirchbogensteig-klettersteig-spielmaeuer

 

Den Naturfreunden ist mit dem Kletterpark in Wegscheid ein schönes Projekt gelungen, das die Region auf alle Fälle bereichert.

 

Geführte Touren inkl. Leihausrüstung und Klettersteigkurse auf Anfrage!

 

16 Dez

Schartenspitze – Unteres Diagonalband

 

Das Diagonalband kann als Einstiegsvariante zur Schartenspitz SW (Sikorovsky) geklettert werden. Man erreicht so den Stand der Sikorovsky unterhalb der oft nassen Rissverschneidung, die zur Schlüssellänge führt.

 

Die ersten vier Längen wurden bereits saniert. Die Abstände der Zwischenhaken reichen von Meterabständen bis zu mehreren Metern. Ab und zu macht zwischendurch ein Friend oder Keil durchaus Sinn. Felstechnisch reicht die Qualität von fest und tropfrauh bis zu bröselig-brüchig und grasig. Leider wurde bei der Sanierung neben Klebehaken auch minderwertiges und teilweise nicht genormtes Material verwendet. In Sachen Materialqualität hätte man sich erwartet, dass DER Sanierer des Hochschwabs es vorbildlicher angehen würde.

 

Ab der fünften Länge geht es noch original an alten NH weiter. Wer den folgenden, recht rustikalen Stand auslassen möchte, kann mit einem 60m-Seil bei einer massiven Latsche Stand beziehen. Von dort sind es nur mehr wenige Meter auf einem Grasband zur Sikorovsky. Die Bewertung aus dem Auferbauer-Führer mit 7- (oder 6/A0?) darf durchaus als hart bezeichnet werden, auch wenn es nur eine Einzelstelle ist. Der Rest bewegt sich meist im 5. und 6. Grad, wobei auch der Nachsteiger diesen Grad sauber klettern muss.

 

An Material hatten wir 60m HS, 10 Expressschlingen, mittlere Keile und BD Cams bis Gr. 2 dabei.

 

13 Okt

Westl. Hundswand – Horichweg saniert

 

Der Horichweg in der steilen westlichen Hundswand ist ziemlich in Vergessenheit geraten. Zu verwachsen waren die Risse, zu schlecht die meisten Haken. Zwei Mal hab ich mich die Tour im Originalzustand raufgekämpft. Einerseits hat man gesehen welches Potential im Horichweg stecken würde, andererseits ist wegen der üppigen Vegetation und dem morschen Material kein echter Klettergenuss aufgekommen.

 

Vor zwei Jahren haben wir dann nach Rücksprache mit dem Altmeister des Grazer Berglands mit der Sanierung begonnen und heuer im Herbst abgeschlossen. Da sich die Tour auf drei Längen Bolts mit der Casablanca teilt, haben wir insgesamt nur 11 Zwischenhaken gebohrt. Dazwischen lässt sich die Kletterei sehr gut mit Friends und Keilen absichern. An den Standplätzen gibt es jeweils zwei Bohrhaken.

 

Nach umfangreichen Grabungsarbeiten lassen sich die Riss- und Verschneidungslängen wieder gut klettern und bieten steile, ausgesetzte Kletterei in großteils festem Fels. Nur die letzte Länge ist „bio“ geblieben und erfordert vorsichtiges Klettern im grasigen Gelände.

 

Material: 50m Halbseile, 9 Expressen, Friends BD Cam 0,4-2, Keile. Wer die Tour konventionell (6-/A1,A2) klettern will braucht zusätzlich Expressschingen, mittlere Friends und einen BD Cam 3)

 

Abseilen: Vom Ausstieg links zur Abseilpiste der Casablanca/Magic Line. Die Abseiler befinden sich immer genau in FALLLINIE. Nicht zu den Ständen orogr. links pendeln. 4x abseilen (40m, 35m, 50m!, 30m). Der Horichweg selbst ist nicht zum Abseilen eingerichtet.

 

Topo: Hundswand – Horichweg

12 Okt

Wintermarkierung am Hochschwab erneuert

 

Da die Wintermarkierung am Weg über die Voisthalerhütte auf den Hochschwab teilweise schon in sehr schlechtem Zustand war, wurde sie heuer verteilt auf drei Tage erneuert und ergänzt. Insgesamt haben wir 45 Schneestangen und Markierungspflöcke aufgestellt und die Bestehenden, die sich durch Schneedruck gelockert haben, neu befestigt.

 

Vielen Dank an:

 

ÖBRD Ortsstelle Turnau für die Mithilfe beim Materialtransport

Voisthalerhütte für den Materialtransport per Seilbahn

Schiestlhaus für den Materialtransport per Helikopter

Almholz GmbH und Straßenmeisterei Seewiesen für das Material

 

09 Okt

Höllkamp – Mach dir dein du

 

Am Tag nach Begehung der Durststrecke ging es schon wieder auf die Nordseite des Hochschwabs um eine neue, lange Route zu klettern. „Mach dir dein du“ hat ebenfalls 17 Seillängen und ist noch etwas länger und spärlicher abgesichert. Obwohl die Tour laut Beschreibung mit vielen beliebten Hochschwabklettereien mithalten soll, konnte sie uns nicht überzeugen. Inhomogene Kletterei, die zwar streckenweise über guten Fels führt, oft aber auch brüchig ist oder über schottriges Gelände geht, schränken den Klettergenuss ein.

 

Zustieg

Von Weichselboden über die Forststraße in die Höll und bei der Tafel „Ringe“ rechts abzweigen und dem Weg bis zur Steilstufe zwischen unterem und oberen Ring folgen. Bei der Markierungsstange rechts in eine Schuttrinne queren. Einstieg unter drei Rissen, Bolt sichtbar (1,5 – 2 Std.).

 

Route

Harter Kaltstart in den mittleren der drei Risse und Quergang nach links (Seilreibung). Es folgen sechs Längen leichte Kletterei, gemischt mit Gehgelände und ein paar kurzen Aufschwüngen. Anschließend wird die Wand etwas steiler, die Felsqualität bleibt aber mäßig. Die Schlüssellänge lässt sich A0 klettern – dann etwa 7-/A0.

Achtung: die angegebenen Seillängen sind im Schnitt 5 bis 10 Meter zu kurz! Bein einigen Längen auf Seilreibung achten.

 

Absicherung

An den Standplätzen jeweils ein Bolt. Als Zwischensicherung gibt es sechs Bolts und einige NH und gefädelte Sanduhren unterschiedlicher Qualität. Nicht immer kann mobil optimal nachgebessert werden. Die Stände sind nicht immer ganz leicht zu finden.

 

Abstieg

Wir sind über die Edelbodenalm abgestiegen. Dazu leicht linkshaltend Rinnen absteigen und kurz abklettern bis man zum Beginn des Waldes kommt. Diesen fast waagrecht zur Wiese der Edelbodenalm queren und dem Steig unter dem Edler Kogel zum Miessattel folgen. Von dort nicht auf der Forststraße weiter sondern über einen Steig hinunter in die Höll und auf der Forststraße retour nach Weichselboden (2,5 Std.).

 

Material

BD Cam 0,4 – 3, Keile, 6-8 Expressschlingen

Wir hatten Halbseile mit ca. 58m (wurden mal abgeschnitten). Damit ist es sich ein paar Mal auf 2-3 Meter ausgegangen. Ob 55m-Seile reichen kann ich nicht sagen.

 

Topo

Richtiges Topo gibt es nicht. Das Wandfoto mit den Beschreibungen ist ok. Zur leichteren Wegfindung aber unbedingt die dritte Seite der Beschreibung mitnehmen. Die Fotos der einzelnen Längen sind bei der Orientierung hilfreich.

 

Höllkamp – Mach dir dein du

 

 

 

05 Okt

Brunnstein – Durststrecke

 

Das Topo der Durststrecke liegt schon jahrelang in meinen gesammelten Werken, aber irgendwie hat es sich nie ergeben um diesem wilden Winkel auf der Nordseite des Hochschwabs einen Besuch abzustatten. Letztes Wochenende war es dann aber tatsächlich soweit! Gemeinsam mit Phil konnte ich diese lange Alpintour am Brunnstein, in der beeindruckenden Umgebung der beiden Griessteine klettern.

 

Gleich vorweg: wir waren von der Tour wirklich angetan! Großteils guter, fester Fels, anspruchsvolle Kletterei und für so eine lange Tour kaum Zwischengelände lassen das Alpinkletterherz höher schlagen.

 

Trotz gebohrter Stand- und Zwischenhaken ist die Durststrecke absolut keine Plaisiertour! 31 Zwischenhaken auf mehr als 600 Klettermeter sprechen für sich. Mit einem Satz Friends und Keile lässt sich die Tour aber großteils gut absichern. Der im Topo angegebene Runout in der ersten 7- Länge lässt sich mobil gut entschärfen. Der erste Bolt in der zweiten 7- Länge muss aber beherzt angeklettert werden.

 

Zustieg

Vom Parkplatz am Brunnsee Richtung Lang Eibl Schlucht. Kurz vor Erreichen der Lang Eibl Schlucht rechts abzweigen. Das untere Griesgassl wird links durch einen massiven Felssporn begrenzt. Von links her über wegloses Gelände in den kleinen Sattel hinter den Felssporn aufsteigen. Vom Sattel in wenigen Minuten leicht fallend zum Einstiegsbühler (1,5 – 2 Std.). Nicht durch das untere Griesgassl auf- oder absteigen!

 

Route

Die Wegfindung an Hand des Topos ist problemlos. An den Standplätzen meistens zwei Bühler, teilweise aber auch nur ein Bühler mit Ring. Die Bewertung der 6er und 7er Längen ist hart aber fair. Bei den meisten leichteren Längen kann man aber einen halben bis ganzen UIAA Grad draufschlagen.

 

Abstieg

Die Tour ist zwar zum Abseilen eingerichtet, scheint aber recht mühsam zu sein. Zu Fuß folgt man erst dem Grat Richtung Kl. Griesstein folgen bis man in einer großen Grasmulde linkshaltend in das Griesgassl queren kann. Durch dieses absteigen/abklettern – absolute Trittsicherheit und etwas Spürsinn notwendig! Im Mittelteil orographisch eher rechts halten. Wer zu einem Abseiler mit zwei Klemmkeilen kommt ist zu weit links 😉 Vom Ausstieg retour zum Parkplatz am Brunnsee ca. 2,5 Std.

 

Material

55m Halbseile, 8 Expressschlingen, BD Cam Gr. 0,4 – 3, mittlere Keile

 

TopoBrunnstein – Durststrecke

05 Okt

Massiver Steinschlag an der Stangenwand!

 

Am 2. Oktober 2015 ist es an der Stangenwand Südwand zu massiven Steinschlagaktivitäten gekommen. Mehrere Kubikmeter Fels haben sich über die Südwand verteilt und sind bis weit in das obere Rauchtal auf den Wanderweg hinunter geflogen.

 

Alle Routen der Südwand bis zur Ertlschlucht; dh Südwand, Renaissance, Groove der Wildnis ua. sollten nicht geklettert werden!! Selbst am Wanderweg durch das Rauchtal befindet man sich im Gefahrenbereich!

 

Danke an Peter Pesendorfer für Fotos & Info!

 

15 Jun

Winkelkogel – Zick Zack

 

Nach dem Zlattner Weg an der Schartenspitze konnte ich vergangene Woche mit der Zick Zack am Winkelkogel eine weitere Gruber-Kreation klettern. Die Tour wurde 1982 erstbegangen und mit Normalhaken abgesichert. Zick Zack bietet anspruchsvolle, alpine Kletterei in großteils sehr guten Fels, weist aber auch einige brüchige Passagen auf. Insgesamt aber auf alle Fälle eine lohnende Unternehmung!

 

Die Standplätze wurden 2005 teilweise mit NH nachgebessert und lassen sich zusätzlich mobil gut ergänzen. Die vorhandenen Zwischenhaken sind von unterschiedlicher Qualität und vor allem am Beginn der Schlüsselstelle eher dürftig. Über weite Strecken kann aber mit Keilen und Friends gut nachgeholfen werden. Den angegebenen BD Cam 4 für die letzte Seillänge hatten wir nicht dabei, würde den Überstieg am Wulst aber etwas angenehmer machen.

 

Die Bewertung der Erstbegeher passt soweit, allerdings sind auch die „leichteren“ Längen anspruchsvoll und sollten nicht unterschätzt werden.

 

Schönes Topo mit zusätzlichen Infos von Jo Friedl (flugmeter.info)

Topo: Winkelkogel – Zick Zack

 

08 Jun

Schartenspitze – Zlattner Weg

 

Der Zlattner Weg ist eine alte Freiklettertour der Gebrüder Gruber, die nur selten wiederholt wurde. Zusammen mit den drei Seillängen vom Bruckerweg bietet die Route homogene Schwierigkeiten, erfordert aber Eigeninitiative was die Absicherung betrifft. Diese ist nur spärlich vorhanden, kann aber großteils gut nachgebessert werden. Trotz brüchiger Passagen in der 2. und 3. SL ist der Zlattner Weg für den klemmkeilinteressierten Alpinkletterer durchaus lohnend.

 

Schartenspitze – Zlattner Weg

 

30 Mai

Kletterverhältnisse Hochschwab

 

Da es in letzter Zeit ein paar Anfragen zu den Kletterverhältnissen am Hochschwab gegeben hat, ein kleines Update. In der Hochschwab Südwand liegt noch einiges an Schnee (siehe Foto). Schneefrei sind die tieferliegenden Wände wie zB Hundswand, Höllmauer (im Stangenkar noch Schneeflecken), Schartenspitz, Höchstein, Festlbeilstein…

 

In den höherliegenden Karen und ab dem Voisthalergassl gibt´s stellenweise auch noch Einiges an Schnee.

 

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17 Jan

Stangenwand Ostschlucht

 

Die Stangenwand Ostschlucht ist wahrscheinlich DIE Tour für das Winterbergsteigen im Hochschwabgebiet schlechthin. Traumhaftes Ambiente schon beim Zustieg, moderate Schwierigkeiten, eine tolle Kulisse in der Schlucht und oftmals brauchbare Verhältnisse lassen das Alpinistenherz jedes Mal höher schlagen. Wenn man dann noch das Glück hat, bei der Abfahrt im Zagelkar gute Schneeverhältnisse anzutreffen, ist der Tourentag perfekt!

 

Facts zur Ostschlucht

  • Zustieg vom Bodenbauer über das Bogenkar 2,5 – 3 Std.
  • Schwierigkeiten: je nach Linienwahl und Verhältnissen ca. 3+ im Fels und kurze Aurschwünge mit bis zu 75 Grad im Schnee/Eis, großteils zwischen 40 und 55 Grad
  • Kletterzeit abhängig vom Sicherungsaufwand zwischen 1 und 3 Std. für ca. 250 Hm
  • Die Absicherungsmöglichkeiten sind vor allem im unteren Teil eingeschränkt

 

 

28 Dez

Festlbeilstein Überschreitung

 

Obwohl die Kletterei über die beiden W-Kanten auf den Festlbeilstein für den rund zweistündigen Zustieg recht kurz ausfällt, wird die Tour immer wieder gerne gemacht. Der Grund dafür, liegt wohl an der Felsqualität und am traumhaften Rundumblick, den man schon ab dem Reidelsteinriedel genießen kann.

 

Die Tour wurde vor einigen Jahren durchgehend saniert. Bis auf den Stand nach der 6. Seillänge stecken an den Standplätzen jeweils zwei Bühler bzw. massive Bergrettungshaken.

 

Topo: Festlbeilstein Überschreitung

 

02 Dez

Feistringstein – Feistringgeist

 

Am Wochenende habe ich mich gemeinsam mit Harry noch einmal aufgemacht, um dem hartnäckigen Nebel zu entfliehen und ein paar sonnige Stunden am Berg zu verbringen. Schon lange hatte ich eine Begehung der neuen Tour am Feistringstein geplant. Jetzt war die Zeit endlich reif.

 

In einer aussichtsreichen Wanderung ging es von der Bürgeralm zu den südlichen Abstürzen des Feistringsteins, wo wir uns die bis dato kaum wiederholte Tour „Feistringgeist“ angeschaut haben. Die Tour wurde vor einiger Zeit von Mitgliedern des ÖBRD Aflenz eingerichtet. Der „Feistringgeist“ schlängelt sich in 8 Seillängen, über meist plattigen Fels zur Hochfläche hinauf. Obwohl die Tour mit Niro-Bolts M10 gut abgesichert ist, stecken die Zwischensicherungen an manchen Stellen fürs Freiklettern nicht immer optimal. Der Fels ist großteils sehr schön und plattig, dazwischen gibt es aber auch einige grasige, bzw. brüchige Passagen.

 

Eine Putzaktion und das Umbohren der Schlüsselllänge sind geplant. Die Schlüsselllänge kann über eine leichte Variante rechts umgangen werden (teilweise brüchig).

 

Links neben dem Feistringgeist gibt es eine ebenfalls neue Tour. Ein Bericht über „den wartenden Hund“ gibt es bei nächster Gelegenheit.

 

Am Rückweg vom Feistringstein empfiehlt sich eine Einkehr bei Hermi & Richie im Schönleitenhaus mit dazugehörigem Tourenabschlussbier.

 

Topo zum Download, Übersichtsfoto in der Galerie.

 

Feistringstein – Feistringgeist

 

25 Nov

Wintermarkierungen am Hochschwab erneuert

 

Rechtzeitig vor dem ersten Schnee (wo bleibt er eigentlich?) habe ich gemeinsam mit meinem Vater die Wintermarkierung von der Abzweigung Graf Meran Steig bis zum Hochschwabgipfel in Stand gesetzt. Durch Schneedruck, Wind und Wetter waren zahlreiche Stangenmarkierungen umgestürzt oder hatten sich gelockert. Darüber hinaus hatten sich einige Blechtafeln und Markierungen von den Stangen gelöst. Vom Schneedruck besonders betroffen war das erste Drittel des Graf Meran Steiges und die Querung beim Rotgang.

 

Da sich bereits ein Großteil der Stangen in einem schlechten Zustand befindet, ist für nächste Saison ein umfangreicher Austausch geplant.

 

Herzlichen Dank an das Schiestlhaus-Team für die kostenlose Bewirtung!

 

 

29 Okt

Neue Pächter auf der Sonnschienhütte

 

Seit 18. Oktober führen Karl Rappold und Hermi Zeiler die AV-Hütte auf der Sonnschienalm. Auch im Winter ist eine durchgängige Bewirtschaftung geplant.

 

Mit dem OEAV-Kurs „Erlebnis Berg Wandern“ durfte ich bereits vier Tage lang die Gastfreundschaft von Karl und Hermi genießen. Die Verköstigung durch Hermi war ausgezeichnet! Besonders willkommen sind Musiker und Sänger. Sie finden im Musikschrank von Karl verschiedene Instrumente, dazugehöriges Notenmaterial und zahlreiche Liedertexte für ein paar gesellige Stunden auf der Alm.

 

Kontakt Sonnschienhütte

Hüttentelefon: +43 664/5112474

Mail: office@sonnschienhütte.at

Homepage: www.sonnschienhuette.at

07 Okt

Schönberg – Cosi Cosà

Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal Zeit, der Hochschwab Nordseite einen Besuch abzustatten. Auf Grund des nicht ganz optimalen Wetters haben wir uns für die Cosi Cosà am Schönberg entschieden. Da sich neben der Cosi Cosà nur die gleich links davon befindliche Route Glückspilz zum Klettern anbietet, ist in dieser wild romantischen Gegend Ruhe garantiert.

 

Wer für 4-Sterne Fels in diesen Winkel kommt wird wohl etwas enttäuscht sein. Für Kletterer die im 6. Grad sicher unterwegs sind und sich durch brüchige Passagen nicht abschrecken lassen, bietet sich aber ein durchaus lohnender Klettertag.

 

Die Absicherung ist gut bis sehr gut, allerdings muss an einigen Stellen mit Friends nachgebessert werden. Die 7- Stellen sind immer nur sehr kurz und dankbar zu klettern.

 

Die Abseilerei ist dank zahlreicher Zacken, loser Brocken und eines Einpendlers zum letzten Abseilstand noch einmal spannend! Das im Topo eingezeichnete „Gehgelände“ haben wir sowohl im Auf- als auch im Abstieg gerne gesichert…

 

Der direkte Vergleich zum Glückspilz fehlt mir, da die Begehung schon Jahre zurückliegt. Allerdings würde ich die Cosi Cosà insgesamt eine Spur anspruchsvoller einstufen.

 

Zustieg: von der kleinen Ortschaft Gschöder im Salzatal in südliche Richtung auf einer flachen Forststraße in den Antengraben. Bei der ersten Abzweigung nach ca. 20 Min. der rechten Straße aufwärts folgen. Nach einer Doppelkehre (bis hierher ca. 1 Std.) noch kurz bis zu einer kleinen Wiese links der Straße weiter. Dort rechts durch den bewaldeten Graben hoch. Zuletzt mühsam über Geröll zum Einstieg (Haken). Insgesamt 1,5 Std.

 

Material: 50m Halbseile, 8 Expressschlingen, davon 2-3 Verlängerbare, BD Cam 0,5 – 1

 

Schönberg – Cosi Cosa

 

26 Aug

Höllmauer – Happy Birthday

 

Endlich habe ich Zeit gefunden mir die Happy Birthday in der Höllmauer, oder genauer gesagt im Stangenkar anzuschauen.

 

Die Tour ist sehr gesucht, bietet daher aber fast durchwegs guten, plattigen Fels, der mit ein paar Rissen garniert ist. Die Absicherung mit Bolts ist durchgehend sehr gut. Keile oder Friends werden nicht benötigt – neun Expressschlingen reichen.

 

Der Zustieg über Florlhütte, Kühboden und den Ausläufern des Stangenkars ist recht mühsam, daher haben wir die Tour im Anschluss an den Hauseggerpfeiler gemacht. Als eigenständige Tour ist Happy Birthday auf Grund des recht langen Zustiegs nur bedingt lohnend. Der Einstieg am tiefsten Punkt des Vorbaus ist Dank der 50er-Tafel nicht zu übersehen.

 

Abstieg entweder zu Fuß durchs Stangenkar (1-2, Trittsicherheit!) oder drei Mal mit Halbseilen abseilen und den letzten Teil absteigen.

 

Die roten Markierungen im Stangenkar haben wir gestern erneuert. Sie sind jetzt sowohl im Auf- als auch im Abstieg wieder gut zu sehen.

 

Höllmauer – Happy Birthday

 

25 Jun

Leitlinien zum Sanieren von Kletterrouten im Hochschwabgebiet

 

Vor gut einem Jahr gab es eine erste Diskussionsrunde zum Thema „Sanierungen von Kletterrouten im Hochschwabgebiet“. Eingeladen waren aktive und ehemalige Erschließer, Sanierer, Bergführer und Gebietskenner. Hauptintention war es einem „Wildwuchs“, wie er bereits in anderen Gebieten entstanden ist vorzugreifen, sicherzustellen, dass ausschließlich geeignetes Material verwendet wird, keine Komplettsanierungen mehr unternommen werden und genug Freiraum für kommende Generationen von Alpinkletterern bleibt.

 

Nach einem ersten Entwurf von Leitlinien, unzähligen Gesprächen, Telefonaten und Mails wurden diese Leitlinien in einer weiteren Diskussionsrunde besprochen und angepasst. Darüber hinaus wurde eine Bestandsaufnahme aller sanierten bzw. mit Bohrhaken erstbegangenen Touren durchgeführt. Mit Stand Mai 2014 gibt es rund 170, mit Bohrhaken gesicherte Mehrseillängenrouten im Hochschwabgebiet. Schöne klassische Routen im Originalzustand und gut selbst abzusichernde Touren in festem Fels werden dagegen immer weniger.

 

Das Routenfinden und Selbstabsichern mit mobilen Sicherungsgeräten kann von jedem interessierten Kletterer erlernt werden. Das Erlebte in solchen Routen kann weit über den rein sportlichen Aspekt hinaus gehen. Es liegt daher an uns zu entscheiden, ob wir den nächsten Generationen Freiraum für Eigeninitiative und Abenteuer in einer vielseitigen Felslandschaft oder eine „genormte“ Kletterwelt hinterlassen.

 

Sanierungsleitlinien

 

Gebohrte Routen Mai 2014

 

19 Jun

Hochstein – Lei Lei Zandi

 

Die jüngste Tour am Hochstein wurde Anni und Bernhard Zandonella, den langjährigen Pächtern der Häuslalm gewidmet. Auf fünf Seillängen wird durchgehend guter, fester Fels geboten. Die Kletterei verläuft großteils über plattigen Fels der ab und zu mit ein paar schönen Rissen garniert ist. Die Schlüsselstelle ist ein ziemlich glatter Quergang bei dem man nach dem vorletzten Haken etwas abklettern muss um auf guten Tritten um die Kante zu kommen. Die Absicherung mit HSA M10 ist in den schwereren Passagen sehr gut, im leichteren Gelände muss aber auch das eine oder andere Mal vom Haken weggeklettert werden.

 

Der Einstieg befindet sich im rechten Wandteil, rechts einer markanten Felsnische. Der Einstiegsbolt ist nicht zu übersehen.

 

Als Draufgabe haben wir dann noch die Tour „Saranta“ angehängt. Nach sehr plattigen Einstiegsmetern à la Hundswand, folgen 2 super Längen entlang einer zerfressenen Wasserrunse. Die dritte Länge kann man sich sparen. Mit Ausnahme eines kleinen Runouts in der Waserrunse ist die Absicherung auch hier gut.

 

Beide Touren sind sehr empfehlenswert!

 

Topos Hochstein

04 Jun

Rettenwand – Wilde Nummer & Tabula Rasa

Nachdem es am Hochschwab schnee- und wettertechnisch wieder einmal nicht so gut ausgesehen hat, habe ich mit Tom die Rettenwand als Ausweichziel angesteuert.

 

Als erstes sind wir in die neue Mehrseillängenroute „Wilde Nummer“ eingestiegen. Der Routenname trifft die Kletterei ob des oft unsicheren Gesteins recht treffend. Obwohl reichlich geputzt wurde, hat man oft das Gefühl demnächst mit einem Griff oder einer ganzen Schuppe abzugehen. Die Tour ist gut bis sehr gut mit HSA abgesichert wobei die Haken immer so stecken, dass eine möglicherweise ausbrechende Schuppe nicht auf das Seil fällt. Die Bewertung (7+) ist dankbar, da sich die erst unübersichtlich wirkende Schlüsselstelle ganz gut aufgelöst. Alpinkletterer mit etwas Brucherfahrung finden hier eine durchaus interessante wenn auch wilde Kletterei. Dem reinen Sportkletterer wird’s wohl eher die Nackenhaare aufstellen…

 

Nach der „Wilden Nummer“ haben wir noch dem Rettenwand-Klassiker „Tabula Rasa“ einen Besuch abgestattet. Nach der vorangegangenen Tour kam hier schon fast 4-Sterne Plaisierfeeling auf 😉  Aber im Ernst: die Kletterei ist definitiv besser als ihr Ruf und die Dreckschicht, die im Frühjahr den Fels großflächig überzogen hat wurde mittlerweile vom Regen gut abgewaschen. So findet man hier nach der noch etwas brüchigen Einstiegslänge lässige Leistenkletterei mit einem luftigen Finale.

 

Fazit: Die „Tabula Rasa“ ausprobieren und wer sich hier noch wohlfühlt kann durchaus in die „Wilde Nummer“ einsteigen. Wem das noch zu wenig ist kann ja noch die „Bitterschoklad“ dranhängen…

 

Topos zu den oben beschriebenen Touren sind im aktuellen Berglandführer aus dem Schall-Verlag zu finden.

27 Mär

Hundswand – Sindbad

Sindbad ist eine der neueren Touren in der Hundswand und bietet gute, abwechslungsreiche aber etwas gesuchte Kletterei, die nicht ganz an die Hundswand-Klassiker herankommt. Trotzdem zahlt sich eine Begehung der bis dato recht selten besuchten Route aus.

 

Der Einstieg befindet sich etwas links vom Mauersegler/Highway Einstieg. Nach einer leicht schrofigen Vorbaulänge gibt’s ein paar schön strukturierte Plattenlängen, bevor man am Wulst und im überhängenden Riss ordentlich zupacken muss. Die Schlüssellänge ist eine plattige Schleicherei an Untergriffen mit ein paar weiten Zügen im Finale. In den letzten 1 ½ Längen sollte vorsichtig geklettert werden. Es wurde zwar gut geputzt, trotzdem gibt’s noch einige wacklige Blöcke und lose Steine.

 

Die Tour ist ähnlich gut mit HSA M10 abgesichert wie die daneben liegenden Routen. Mit 50m Halbseilen kommt man bequem in 5 Abseilern zum Einstieg zurück. Die schwierigsten Stellen konzentrieren sich jeweils auf wenige Meter. Mit den angegebenen Obligatschwierigkeiten von 7-/A0 könnte sein, dass man nicht durchkommt.

 

Durch die gesuchte Linienführung ist es gut ein paar Schlingen zum Verlängern dabei zu haben, damit die Seilreibung nicht zu groß wird. Achtung: im Frühjahr aufpassen, dass oberhalb der Hundswand kein Schnee mehr liegt, ansonsten kann es neben  Steinschlag auch zu Nassschneerutschen kommen!

 

Topo Sindbad

 

14 Jan

Schartenspitze SW – Sikorovsky

Fritz Sikorovsky, dem gemeinsam mit Raimund Schinko unter anderem die Erstbegehung der Stangenwand SO oder die Dachl-Rosskuppenverschneidung gelungen ist, konnte 1935 mit seinen Seilpartnern Fink und Petsch die Südwestwand der Schartenspitze erstmals durchsteigen.

 

Später fügten Horich  und Natterer einen lohnenden und direkten Ausstieg über den plattigen oberen Wandteil hinzu. 1978 gelang den Brüdern Roman und Ernst Gruber die erste freie Begehung des ursprünglich mit 5+/A1 bewerteten Klassikers. Im Jahr 2010 wurde die Route inkl. dem Horich-Ausstieg von Robert Jantscher und Giselher Sperka umfangreich saniert.

 

Nach den beiden, etwas brüchigen Vorbaulängen bietet die Tour im Mittelteil schöne, steile und teilweise recht kraftige Kletterei. Nach einer leichten, etwas schrofigen Zwischenlänge folgen im Horich-Ausstieg zwei tolle Plattenlängen, bevor es in der langen Ausstiegslänge felsmäßig noch einmal etwas alpiner zugeht. Insgesamt eine lohnende, abwechslungsreiche Tour. Alpinklettererfahrung sollte aber auf Grund der schrofig-brüchigen Passagen trotz der Bohrhakenabsicherung vorhanden sein.

 

Absicherung: An den Standplätzen jeweils zwei Bohrhaken, die schwereren Längen sind gut mit HSA abgesichert, dazwischen immer wieder Normalhaken, Sanduhren und einige Sticht- und 8mm Bohrhaken. In den leichten Längen auch etwas weitere Abstände.

 

Material: 50m Seil, 10 Expressen, Schlingen zum Verlängern, evtl. BD Cam 0,5-1.

 

Achtung: Der steile Mittelteil sollte trocken sein. Nach Regenfällen einige trockene Tage abwarten. Die ursprüngliche Bewertung mit 5+/A1 stimmt meiner Meinung nach nicht mehr, da in der zweiten Plattenlänge ein alter Sticht Haken fehlt und die Stelle daher zwingend geklettert werden muss. 6+/A0 sollte man zumindest drauf haben.

 

Topo Sikorovsky

21 Nov

Topos Hochstein

An den Wänden des Hochsteins hat sich in den vergangenen Jahr(zehnt)en einiges getan. Der großteils sehr gute Fels ist meist plattig und gelegentlich von Rissen durchzogen. Das eine oder andere Grasbüschel stört den Klettergenuss nicht. Die Absicherung ist großteils gut bis sehr gut und alle Routen sind zum Abseilen eingerichtet. So kann man bequem eine 2. oder 3. Tour anhängen. Die Routenlängen reichen von 3 bis 7 Seillängen. Der Zustieg bleibt mit einer guten Stunde überschaubar.

 

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Topos Hochstein

 

04 Nov

Liste sanierter Touren im Hochschwab

Im unten stehenden PDF sind, so weit bekannt, alle sanierten Klettertouren im Hochschwabgebiet aufgelistet. Sollte es Abweichungen geben oder Routen fehlen bin ich für ein kurzes Mail (office@chri-leitinger.at) dankbar.

 

Liste_sanierter_Hochschwabtouren

01 Okt

Schartenspitze – Neutouren

Auf der Südseite der Schartenspitze gibt es zwei mehr oder weniger neue, anspruchsvolle Routen:

Steirischer Traum 9- & Basteipromenade 8+AO

Ein Wandfoto mit den beiden Routen gibts im Anhang.

Schartenspitz – Steirischer Traum + Basteipromenade

 

Fotos vom Steirischen Traum gibts hier:

http://granit.co.hu/galeriak/kepek/magyar-maszok-uj-utja-a-hochschwab-hegysegben

01 Okt

Wetzsteinplatte – Borderline

Auf der Wetzsteinplatte gibt es eine Neutour mit moderaten Schwierigkeiten. Die „Borderline“ verläuft rechts der Route Huibuh und ist durchgehend gut mit HSA M10 abgesichert. Unten gibt´s wie für die Wetzsteinplatte typisch, schöne Wasserrillen. Vom Wulst weg wird es leider schrofig und etwas brüchig und nur mehr die 7- Platte ist ein echter Genuss. Da der Fels oben raus nicht immer fest ist, muss bei vorauskletterden Seilschaften mit Steinschlag gerechnet werden, der sich über die ganze Platte verteilen kann. Die 3. SL ist sich mit unserem 50m Seil nicht ausgegangen. Die Seilschaft vor uns hatte das gleiche Problem.

 

Borderline 1 P1140998

Wetzsteinplatte – Borderline

09 Sep

Desanierung Zauberlehrling

Ein Kletterkollege hat mich nach einer Begehung des Zauberlehrlings in der Hochschwab Südwand informiert, dass jeder 2. Zwischenhaken entfernt wurde. Dadurch gibt es jetzt auch im plattigen Gelände Abstände bis zu 10m. Für eine Begehung im jetzigen Zustand sollte man wieder mobile Sicherungsmittel und Sanduhrschlingen mitnehmen.

21 Aug

Turner Bergsteiger Turm – Mille/Mayrhofer

Die Route am formschönen Turner Bergsteiger Turm wurde mit einigen Varianten vor mehreren Jahren mit Bohrhaken saniert. Im unteren Teil der Route gibt es immer wieder brüchige und schrofige Passagen die ein sauberes Klettern verlangen. Nach der Scharte ist die Felsqualität sehr gut und die Ausstiegsverschneidung ist top!   Da der Anstieg recht kurz ist und im unteren Teil brüchigen Fels aufweist ist die Tour nur in Kombination mit anderen Routen an der Ringmauer, Karlmauer etc. lohnend.

 

Topo Turner Bergsteiger Turm – Mille Mayrhofer

21 Aug

Hundswand – Sahel

Die Route Sahel zählt wie das Labyrinth, Schmelztigel & Co zu den echten Plattenschleichern in der östlichen Hundswand. Die Tour ist bis auf die letzte Seillänge saniert und mit Bühler und HSA M10 abgesichert, teilweise jedoch auch etwas weitere Abstände.   Die ersten beiden Längen bieten hervorragende Kletterei und können auch als schöne Einstiegsvariante zum Bodenbauerweg geklettert werden. Danach gibts zwischendurch auch ein paar grasige Passagen, die aber nur bedingt stören.

 

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Topo Sahel

10 Aug

Rettenwand – Bitterschoklad

Die 3-SL Route „Bitterschoklad“ ist eine der neueren Touren in der Rettenwand, genauer gesagt im linken Wandteil der Hauptwand. Rettenwandfels, speziell der in neuen und wenig gekletterten Routen zählt ja nicht unbedingt zur Spezies „bombenfest“, daher sind wir mit etwas Respekt eingestiegen. Nicht ohne Grund!

 

In der 1. SL gabs als Warnschuss einen Brocken im Fussballformat, der sich durch leichte Berührung gelöst hat. In der 2. SL gehts über ein sandig/staubiges Wandl zu einem Überhang den man an hohlen Bankerl und maroden Schuppen überklettert. Die 3. SL ist schwer und unübersichtlich. Wehe dem Sichernden wenn der Vorsteiger einen halben Meter von der Ideallinie abkommt!

 

Die Tour ist gut mit HSA abgesichert, dennoch fürchtet man sich ständig. Beim Vorstieg hat man durchgehend Angst mit einer Schuppe den Sichernden zu erschlagen und am Standplatz steht man immer in der Schusslinie. Selten ist mir in einer Tour beim Sichern soviel entgegen gekommen wie hier.

Fazit: Selbst für eingefleischte Rettenwandfans gibts keine Empfehlung (und daher auch kein Topo). Genußkletterer werden sich ohnehin nicht in diese Tour verirren…

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30 Jun

Pfaffenstein – Obn´d Sun & Direkte NW

Beide Touren sind ideal für die heiße Jahreszeit, da sie recht lange im Schatten liegen. Die Obn´d Sun bietet trotz Zwischengelände sehr schöne, abwechslungsreiche Kletterei. Der Einstiegspfeiler und die plattige Schlüssellänge sind vom Feinsten! In der 4. SL hat sich eine gute Seitgriffschuppe am Wulst verabschiedet. Die Stelle wurde dadurch geringfügig schwerer (oder A0). Gut gesichert, aber auch ein paar zwingende Stellen.

 

Die Obn´d Sun lässt sich gut mit einer weiteren Tour in diesem Wandbereich kombinieren, zB der Direkten NW. Diese klassische Linie wurde vor einigen Jahren saniert und bietet steile, alpin angehauchte Kletterei. In den ersten beiden Längen ist nicht alles fest, dafür wartet in der 3. SL eine Traumverschneidung. Achtung auf den Seilverlauf in der ersten Länge (2x lang einhängen).

 

Zustieg: Vom Parkplatz oberhalb von Eisenerz immer der Markierung zum Markussteig folgen. Nach der Felsnische mit Gedenktafeln dem Steig noch kurz folgen. Der Einstieg der Obn´d Sun befindet sich 15 Meter nach der Eisenleiter. Direkte NW steigt davor ein (lt. Topo). Ca. 1,5h

 

Abstieg: Entweder über den Klettersteig zum Gipfel aufsteigen und über den Markussteig retour oder am schnellsten über den Klettersteig absteigen und zurück zum Einstieg queren.

 

Topo Obnd Sun

Topo Direkte NW und Dämpfer

26 Jun

Hundswand-Grüße Herr Inspektor!

 

Die kurze Tour mit fünf Seillängen eignet sich als schöne Draufgabe im Anschluss an eine andere Hundswandkletterei. Im unteren Teil gibt’s plattige Kletterei und einen kleinen Pfeiler. Oben raus folgt ein schöner Quergang (der Highway lässt grüßen) und eine super Ausstiegsverschneidung. Leider beginnt die Tour wieder zuzuwachsen.

 

Durchwegs gut mit Bohrhaken M10 und einigen NH abgesichert. Die Standplätze sind zum Abseilen eingerichtet. 50m Halbseil oder 70m Einfachseil, 10 Expressen.

 

Zustieg: Vom Bodenbauer wie zum Highway-Einstieg, dort der Wand ca. 100m nach links zu einem markanten Block folgen. Links neben dem Einstieg befindet sich eine markante Platte mit zwei älteren Routen (6+, 7-)

 

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Topo Inspektor

26 Jun

Höllmauer Basis

 

Der rechte, niedrigere Wandteil der Höllmauer bietet mehrere kurze aber abwechslungsreiche Routen. Für Höllmauer-Verhältnisse fast untypisch ist der großteils kompakte, feste Fels. Durch die südseitige, windgeschützte Ausrichtung kann man die Touren bereits im Frühjahr, bzw. bis spät in den Herbst genießen. Nach Regenfällen trocknet die Wand schnell auf.

 

Drei gut abgesicherte Touren und zwei Routen für den klemmkeilinteressierten Kletterer bieten genug Klettermeter für einen ausgefüllten Tag!

 

Zustieg: Vom Parkplatz in der Dullwitz zur Florlhütte und in weiteren 10 Min. zum flachen Kühboden. Durch den lichten Lärchenwald rechts hoch, zuletzt eine Schuttrinne querend über schrofiges Gelände zum Einstieg (1,5 – 2 Std.)

 

 Übersicht Höllmauer Basis

Topo Höllmauer Basis

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